“Straßen? Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen!”
Sagte Doc Brown zu Marty McFly und ab ging es zurück in die Zukunft. Die beiden landeten damals im Jahr 2015. Wir hinken also ganz schön hinterher – wir fahren immer noch "in Autos über Straßen". Es wird Zeit, dass sich etwas tut. Was ist los KI? Pennst du noch?
Angeblich wurde Anfang der 2000er-Jahre in den rumänischen Bergen eine verborgene unterirdische Anlage entdeckt. Mit hochmoderner Technik, holografischen Wissensspeichern und geheimem Wissen über die Menschheitsgeschichte. Die Rumänen sind eher durch Zufall über die Bude im Berg gestolpert, dann haben sich die Amerikaner eingemischt. Also alles so wie immer. Der Fund wurde von Geheimdiensten unter Verschluss gehalten. Beweise gibt es nicht besonders viele. Aber ein spannendes Buch dazu.
Ob die Geschichte stimmt? Keine Ahnung. Wer weiß, wie viele Doc Browns und McFlys hier schon rumgeirrt sind? Aber diese Geschichte aus Rumänien bringt mich auf einen Gedanken: Was, wenn unsere Vorstellung von Zukunft ziemlich klein ist? Was, wenn wir noch nicht mal einen Hauch von Ahnung haben, was alles möglich ist?
Die Erde brummt gerade, wie sie noch nie gebrummt hat. Feinfühlige Menschen merken den Wandel schon länger. Irgendetwas ist im Gang und irgendwas wird passieren. Oder muss vielleicht auch passieren? Status quo ist zumindest kaum auszuhalten.
Egal, wonach man das Internet aktuell fragt, es platzt vor Wut, Aggressionen und negativen Aussichten. Dabei wäre es doch mal einen Versuch wert, uns mit genau dem Gegenteil zu beschäftigen.
Ich glaube, dass unsere Gedanken nicht einfach nur in unserem Kopf bleiben, nur unser Gegenüber erreichen oder in Light-Version unter irgendwelchen Posts landen.
Gedanken haben eine Wirkung. Gedanken sind Energie. Und diese Energie verpufft nicht einfach im Nichts. Weiter verändern Gedanken unsere Haltung, unsere Entscheidungen und die Art, wie wir miteinander umgehen. Jeder, der einen Raum betritt, in dem dicke Luft ist, weiß, wie ich das meine. Oder man kennt das auch, wenn man jemandem begegnet, der einem völlig grundlos ein ungutes Gefühl vermittelt, obwohl er noch kein einziges Wort gesagt hat. Das kann man nicht unbedingt messen, aber spüren.
Und wenn ein einzelner Mensch die Stimmung eines Raumes verätzen kann, was passiert dann, wenn Dutzende Menschen gleichzeitig in eine positive Richtung denken? Wo geht diese positive Energie hin?
Und deshalb denke ich, dass wir vielleicht aufhören sollten, uns kollektiv die schlimmste Zukunft auszumalen, und stattdessen anfangen sollten, uns eine ganz tolle und wunderbare vorzustellen. Denn Weltuntergang können wir schon lange – gruppenweise und mit großer Begeisterung. Warum sollte das mit Hoffnung und Positivität nicht auch klappen?
Ich glaube, wir müssen uns vor nichts fürchten. Alles wird gut. Die ein oder andere Laterne ist aus, und die ein oder andere Laterne tritt auch noch jemand aus. Aber die Menschheit wacht immer weiter auf und man erkennt den Weg trotzdem noch.
Komm, wir drehen mal ein bisschen ab:
Erst mal muss es auf der Welt ordentlich krachen. Sehr laut. Aber vielleicht braucht es genau diesen Krach, damit auch die in der allerletzten Reihe aufwachen. Die Menschheit muss ihre Wurzeln und Werte wiederfinden. Das wird etwas mühsam und tut ein bisschen weh – aber schaffbar. Wir entdecken wieder Fähigkeiten in uns, die wir längst vergessen haben. Wir lernen wieder, mit unserer Wahrnehmung, unserer Intuition und unserer Energie zu arbeiten. Und irgendwann passiert etwas ziemlich Verrücktes – die Welt wird endlich wieder leiser. Nicht, weil nichts mehr passiert. Sondern weil wir nicht mehr permanent gegen alles und jeden ankämpfen müssen. Es ist vorbei. Neustart.
Wir entdecken die Liebe neu. Es wird keine Beziehungen ohne Liebe mehr geben. Jeder kann lieben, wen er möchte. Denn wir verlieben uns nicht mehr in das Außen, sondern ausschließlich in die Seele. Aussehen, Alter, Herkunft, Status und all die anderen Schubladen spielen keine Rolle mehr. Es gibt nur noch Seelen-Liebe. Vielleicht ist das der Grund, warum die von uns erdachten Außerirdischen in Filmen immer alle gleich aussehen. Wir haben einfach noch nicht verstanden, dass die Hülle nicht das Entscheidende ist.
Geld. War gestern. Verabschieden wir uns ja gerade schon von und tauschen all unser Hab und Gut gegen Digitales. Beruhigt euch, das ist nur der Übergang. Geld wird es in Zukunft nicht mehr geben? Stell dir vor, eine neue Form des Wirtschaftens entsteht. Niemand muss mehr etwas besitzen, um Zugang dazu zu haben. Was gebraucht wird, wird hergestellt, geteilt und zur Verfügung gestellt. Häuser stehen nicht leer, während Menschen keine Wohnung finden. Lebensmittel landen nicht im Müll, während andere nicht wissen, wie sie ihre Familie ernähren sollen.
Technologie wird einen Großteil der Arbeit übernehmen, die heute noch Menschen erledigen müssen. Und plötzlich ist nicht mehr die Frage entscheidend, wie viel jemand verdient, sondern was jemand mit seinem Leben anfangen möchte. Wir leben in der Zukunft aber genau andersrum: nicht mehr im Luxus, sondern in der Einfachheit. Und das Wertvollste, was wir besitzen, ist plötzlich etwas, das man nicht kaufen kann: Zeit.
Demokratie, Diktatur, Monarchie. Vorbei. Wir werden andere Formen des Zusammenlebens entwickeln. Führung wird nicht mehr mit Macht verwechselt. Wer Verantwortung übernimmt, muss tatsächlich etwas draufhaben. Zuhören, Zusammenhänge verstehen, Entscheidungen treffen und vor allem das Wohl aller im Blick behalten. Stell dir eine Welt vor, in der sich Menschen nicht mehr um Führungspositionen bewerben, sondern von anderen aufgrund ihrer Fähigkeiten und ihres Charakters dafür ausgewählt werden. Und wenn jemand seinen Job nicht gut macht, wird er abgelöst. Ganz ohne Drama, Machtspielchen und lebenslange Versorgung auf Kosten anderer.
Frieden wird irgendwann so selbstverständlich, dass wir ihn gar nicht mehr als politische Errungenschaft wahrnehmen. Es wird keine Grenzen mehr geben, die Menschen voneinander trennen. Keine Staaten, die sich gegenseitig Ressourcen streitig machen. Keine Kriege um Land, Wasser oder Bodenschätze. Wir begreifen, dass wir auf einem einzigen Planeten leben. Und dass es ziemlich dämlich ist, sich auf einem gemeinsamen Schiff gegenseitig Löcher in den Rumpf zu ballern. Die Welt wird eins. Nicht, weil alle gleich werden, sondern weil jeder sein darf, wie er ist.
Auch unsere Vorstellung von Energie verändert sich. Wir müssen nicht mehr alles aus der Erde holen, verbrennen und verbrauchen. Neue Technologien werden eine Versorgung ermöglichen, die wir uns heute vielleicht noch gar nicht vorstellen können. Energie wird sauber, dezentral und überall verfügbar. Ein Haus versorgt sich selbst. Kleine Gemeinden versorgen sich gegenseitig. Niemand muss mehr überlegen, ob er sich Heizung oder Strom leisten kann. Und plötzlich haben wir viel weniger Grund, uns gegenseitig etwas wegzunehmen. Vielleicht war unsere größte Begrenzung gar nicht die Energie, sondern unsere Vorstellung davon, was möglich sein kann.
Auch unser Verhältnis zu Tieren wird sich komplett verändern. Wir essen sie nicht mehr. Wir sperren sie nicht mehr ein, um sie für uns zu produzieren, und betrachten sie nicht mehr als Dinge, die uns gehören. Die Grenzen zwischen Mensch und Tier verschwinden nicht biologisch, aber in unserem Denken. Wir erkennen wieder, dass wir Teil derselben Welt sind. Stell dir vor, Landwirtschaft sieht irgendwann ganz anders aus. Tiere leben frei, Wälder dürfen Wälder sein und wir müssen nicht mehr alles kontrollieren und in kleine Käfige sperren.
Hippokrates kommt zurück in unsere Zukunft: "Eure Lebensmittel sollen eure Medizin sein und eure Medizin sollen eure Lebensmittel sein." Unsere Ernährung verändert sich grundlegend. Wir wissen wieder, was in unserem Essen steckt, wo es herkommt und was unser Körper tatsächlich braucht. Supermärkte, wie wir sie heute kennen, verschwinden komplett. Stattdessen entstehen regionale Versorgungsnetze, Gemeinschaftsgärten und kleine Produktionsstätten. Wir essen frisch, saisonal und pflanzlich. Vielleicht werden wir irgendwann alle vegan. Zumindest wird niemand mehr aus Gewohnheit Tiere essen, nur weil es schon immer so war. Essen wird wieder das, was es sein sollte: Nahrung – und kein Zeitvertreib.
Auch die Medizin entwickelt sich weiter. Wir behandeln nicht mehr nur unsere Symptome, sondern betrachten den Menschen als Ganzes. Körper, Geist und Seele gehören schon seit Jahrtausenden zusammen – wir haben es nur vergessen. Prävention bekommt einen völlig anderen Stellenwert. Wir lernen, besser auf uns zu hören, und die Medizin nutzt Technologien, die heute noch wie Science-Fiction klingen. Es wird Gesundheitszentren mit futuristischen Systemen geben, die mit hochentwickelter Diagnostik und regenerativer Technik arbeiten. Krankheiten werden früher erkannt, Behandlungen individueller und Heilungsprozesse besser unterstützt. Am Ende werden wir aber gar nicht mehr so krank wie heute – weil wir das Leben gelernt haben.
Die Erde braucht noch eine Weile, um sich neu einzupendeln. Es wird Veränderungen geben, und nicht alles läuft sofort rund. Aber stell dir eine Welt vor, in der das Klima wieder ausgeglichener ist. Keine extremen Winter, keine unerträglich heißen Sommer. Mehr Balance, mehr intakte Natur, mehr Regen dort, wo er gebraucht wird, und Sonne, wenn wir sie brauchen.
Die Zeit macht ihr eigenes Ding. Hast du in letzter Zeit auch manchmal das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht? Vielleicht verändert sich unser Umgang mit ihr irgendwann grundsätzlich. Wir hetzen nicht mehr von Termin zu Termin, sondern leben bewusster. Zeit wird nicht mehr in Produktivität gemessen. Sie bekommt wieder einen persönlichen Wert. Ein schöner Nachmittag fühlt sich nicht mehr an wie fünf Minuten zwischen zwei Verpflichtungen. Und ein unangenehmer Termin muss nicht mehr den ganzen Tag ruinieren. Vielleicht ist das größte Zeitwunder gar keine neue Technologie, sondern dass wir endlich wieder wahrhaftig anwesend sind.
Wenn wir besser leben, uns besser ernähren, weniger Stress haben und unsere Gesundheit ganzheitlich betrachten, verändert sich auch unser Verhältnis zum Alter. Wir werden irgendwann 120 oder 150 Jahre alt. Aber viel besser finde ich die Vorstellung, dass wir nicht nur länger leben, sondern länger wirklich leben.
Merkst du was? Nichts von all dem fängt mit Technik an. Es fängt mit einer Vorstellung an. Und Vorstellungen werden stärker, wenn viele sie gleichzeitig haben.
Und jetzt? Natürlich ist das eine ziemlich wilde Zukunftsvision von mir. Vielleicht lache ich in zwanzig Jahren herzlich darüber. Vielleicht ist manches davon längst Realität. Vielleicht kommt auch alles ganz anders. Aber eine Sache können wir heute schon verändern: unsere Gedanken.
Wir können jeden Morgen aufstehen und uns die nächste Katastrophe ausmalen. Wir können uns gegenseitig erzählen, wie schlimm alles wird, uns über alles aufregen und mit gesenktem Kopf durch die Welt latschen. Oder aber wir versuchen es mal anders.
Was wäre, wenn wir anfangen, uns eine bessere Welt vorzustellen? Wenn wir nicht nur darüber reden, was alles schiefgeht, sondern darüber, was alles gut werden könnte? Wenn wir unseren Kindern nicht ständig erklären, warum die Zukunft so schwierig wird, sondern ihnen zeigen, wie viel sie selbst besser machen können?
Und wenn viele Menschen gleichzeitig anfangen, anders zu denken, anders zu handeln und anders miteinander umzugehen, entsteht daraus eine Kraft, die wir heute vielleicht noch unterschätzen. Ein Gedanke ist leise. Aber wenn wir ihn alle gleichzeitig denken, wird er sehr laut.
Oder wie Doc Brown sagte: "Deine Zukunft ist noch nicht geschrieben. Die Zukunft ist das, was du daraus machst. Also mach eine gute daraus."




Aaaaaaaaaaaaaaaa. Schööööööööööööön.
Boah ist das gut. Du hast wirklich einen ganz besonders schönen Knall. Ich liebe es sehr. Vor allen Dingen, dass da drin immer etwas sehr schlaues steckt. Granate. Du. Top.